Stoffwechselunterstützung

 

Löwenzahn (Taraxacum officinalis) 

Dieser Begleiter des Menschen taucht überall dort auf, wo überdüngte Wiesen zu finden sind. Mit seinen tief greifenden Wurzeln befreit er den Boden von dieser Überdüngung. Die vielgestaltigen Blätter verweisen auf die enorme Plastizität der Pflanze, die aus mehr als 2000 Kleinarten besteht. Auffallend ist auch die Frucht, die sich mittels «Fallschirm» neue Lebensräume erobert. Im Menschen unterstützen Auszüge des Löwenzahns die Verdauung und die Leber in ihrer Funktion.

Standarddosierung

► Stoffwechselentlastung («Entgiften – Entschlacken»)

► Gicht

► Calciumstoffwechsel 

► Osteoporoseprophylaxe

► Eisenstoffwechsel, Anämie

  

Stoffwechselentlastung («Entgiften – Entschlacken»)

In den Zeiten des Wechsels, im Frühjahr und im Herbst, bietet es sich an, dem Körper eine Ruhepause zu gönnen und ihn von altem Ballast zu befreien. Insbesondere für Allergiker, aber auch für «Rheumatiker», sind solche Kuren zu empfehlen. Dazu sollten Entlastungstage eingelegt werden. Die Nahrungsaufnahme wird reduziert; frische und naturbelassene Produkte haben den Vorrang. Es eignen sich zum Beispiel Reis- oder Obsttage, aber auch Saftfasten. Zu diesem Thema sind zahlreiche Bücher im Fachhandel erhältlich. Jeder Mensch sollte die Form wählen, die für ihn stimmt. 

Wichtig ist, in dieser Zeit viel zu trinken. Unterstützen Sie die Ausscheidungsvorgänge mit ungesüssten Tees und Wasser sowie zusätzlich mit folgenden Präparaten.

Unterstützung des Gesamtstoffwechsels 

Es empfiehlt sich, die folgenden Massnahmen kurmässig über 4 – 6 Wochen durchzuführen.

Birkenblätter, Brennesselkraut, Goldrutenkraut, SchachtelhalmkrautLöwenzahnwurzel und -kraut, Hagebuttenfrüchte

 

Zusätzlich zur Unterstützung der Nierenfunktion:

Solidago comp. Tropfen (Ceres) 

Dosierung

Betula / Juniperus Sirup (Wala)
oder Birkenherb Aktiv Saft (Weleda) 

Dosierung
Dosierung

BPZ

 

Zusätzlich zur Unterstützung der Leberfunktion:

Taraxacum comp. Tropfen (Ceres)

Dosierung

Hepatodoron® Tabletten (Weleda)

Dosierung

BPZ

Tipp: Bitterstoffe regen die Verdauungssäfte an und unterstützen so auch die Ausscheidung. Bitterstoffe sind beispielsweise enthalten in Brüsseler, Cicorino rosso, Artischocken, Rosenkohl, Grapefruit sowie Gewürzkräutern wie Salbei und Lorbeer.

 

► «Verdauungssystem – Bittermittel»

 

Gicht

Die Gicht ist eine typische Wohlstandserkrankung unserer Zeit und Kultur. Zu viele falsche Nahrungsmittel können zu einem erhöhten Harnsäurespiegel führen, wenn die Niere ihrer Ausscheidungsfunktion nicht mehr gerecht werden kann. Die so im Körper verbleibende Harnsäure kann auskristallisieren und sich als äusserst schmerzhafte Gichtknoten in den Gelenken
ablagern. Eine basenreiche, vorwiegend pflanzliche Ernährung, die arm an so genannten Purinen ist, ist die beste Vorbeugung zur Vermeidung eines Gichtanfalls. Es lohnt sich sehr, sich an die Ernährungsempfehlungen zu halten. Die Schweizerische Gesellschaft für Ernährung informiert diesbezüglich umfassend unter www.sge-ssn.ch.

Ein akuter Gichtanfall gehört in die Hände eines Arztes. Zur Vorbeugung und Unterstützung eignen sich folgende Präparate.

Basisbehandlung bei erhöhten Harnsäurewerten und daraus folgender Gicht 

Birkenblätter, Brennnesselkraut, Goldrute

Betula / Juniperus Sirup (Wala)
    oder Birkenherb Aktiv (Weleda)

Dem Tee beimischen oder in Wasser verdünnt 2 – 3 mal täglich 1 TL einnehmen

Quark

Kühlende Umschläge im akuten Fall

Colchicum, Tuber, ethanol. Digestio D6 Tropfen (Weleda)

Dosierung

Tipp: Giersch aus dem eigenen Garten ist eine Vitamin-C-reiche Heilpflanze, die in der Volksheilkunde gegen Gicht verwendet wurde. Schmeckt als Salatbeilage (gut gewaschen mit kaltem Wasser) oder Grüngemüse.

 

Calciumstoffwechsel 

Es gibt Zeiten eines erhöhten Calciumbedarfs, zum Beispiel in der Schwangerschaft, bei Kleinkindern oder zur Vorbeugung einer Osteoporose. Dann ist es sinnvoll, den Calciumstoffwechsel nicht nur mit direkten Calciumgaben zu bedienen, sondern vielmehr den Stoffwechsel dazu anzuregen, das vorhandene Calcium aus der Ernährung besser aufzunehmen und zu verwerten.

Basisbehandlung in Zeiten erhöhter Belastung

Aufbaukalk 1 + 2 (Weleda) 

Aufbaukalk 1: Fördert die Aufnahmebereitschaft für das Calcium aus der Nahrung

Aufbaukalk 2: Spiegelt mit dem Austernkalk (natürliches Calcium) die nährende Seite des Präparates wider und fördert die Aufnahme des Calciums

Dosierung

BPZ

Tipp: Nebst Milchprodukten und calciumreichen Mineralwassern sind auch folgende Lebensmittel reich an Calcium: grüne Gemüse, Sesam, Getreide, Hülsenfrüchte.

 

Osteoporoseprophylaxe 

Nicht nur eine ausgewogene Ernährung spielt hier eine wichtige Rolle, mindestens so wichtig ist die Bewegung. Die physikalische Belastung der Knochen fördert deren Stabilität. Eine für die Knochengesundheit wichtige Pflanze ist der kieselsäurehaltige Ackerschachtelhalm (Equisetum arvense). Während Calcium für die Knochenstabilität wichtig ist, wirkt die Kieselsäure strukturierend und fördert gleichzeitig die Elastizität des Knochens. 

Unterstützende Behandlung bei Osteoporose

Schachtelhalm auch in Kombination zum Beispiel mit Brennnessel

kurweise für mehrere Wochen

Aufbaukalk 1+2 (Weleda) 

Dosierung

BPZ

Equisetum arvense Ø Tropfen (Ceres)

Intervallweise Einnahme: nach 4 Wochen Therapie 2 – 4 Wochen Pause

Conchae 50 % Pulver (Weleda)

2 mal täglich 1⁄4 TL

Dosierung

!

Tipp: Nebst Milchprodukten und calciumreichen Mineralwassern sind auch folgende Lebensmittel reich an Calcium: grüne Gemüse, Sesam, Getreide, Hülsenfrüchte.

 

Weiterführende Literatur:

Wechseljahre, E. Daub-Amend, ISBN 978-3-7725-5041-6

Fragen an den Hausarzt, M. Sommer, ISBN 978-3-7725-5044-4

► «Weitere Literatur» 

 

Eisenstoffwechsel, Anämie

Ein Eisenmangel und eine damit verbundene Blutarmut können entstehen, wenn ein erhöhter Bedarf besteht, zum Beispiel in der Schwangerschaft, bei Kindern oder Leistungssportlern oder wenn wir mehr verlieren als wir aufnehmen, beispielsweise bei grösseren Blutungen oder starker Menstruation. Ebenso kann es zu einem Mangel kommen, wenn der Körper trotz ausgewogener Ernährung nicht genügend Eisen aufnehmen kann. Dann muss das Augenmerk auf einen gesunden, aufnahmefähigen Darm gerichtet werden.

Verbesserung der Eisenaufnahme aus der Nahrung

Brennnessel

Anaemodoron® Tropfen (Weleda)

ab 6 J

Dosierung

BPZ

Ferrum pomatum D1 Tropfen (Weleda) 

ab 6 J

Dosierung

Tipp: Ein gesunder Darm nimmt die angebotenen Stoffe besser auf – siehe auch Bitterstoffe. Natürliches Vitamin C fördert die Eisenaufnahme.

 

Eisensubstitution

Um grössere Mengen Eisen zu substituieren, braucht es in der Regel ein Eisenpräparat. Biodoron Kapseln enthalten für den Körper gut verfügbares Eisen – sprechen Sie mit Ihrem Arzt über eine mögliche Einnahme.

Biodoron 150 mg Kapseln (rezeptpflichtig, Weleda)

 

Letzte Aktualisierung 2013-04-24/rs

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